Anwendungsgebiete und -Bestimmungen:
Zur Bekämpfung von (zweikeimblättrigen) Unkräutern im (Zier-) Rasen im Nachauflaufverfahren. Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle. Das Mittel wirkt gegen bereits vorhandene Unkräuter, nicht aber gegen im Boden befindliche Unkrautsamen.
Wirkungsweise:
Dieses Produkt basiert auf bewährten Wirkstoffen. Dadurch werden sehr hohe Wirksamkeit und ausgezeichnete Rasenverträglichkeit erzielt. Die Wirkstoffe werden hauptsächlich über die Blätter aufgenommen und dann in der gesamten Unkrautpflanze verteilt. Das Produkt ist nicht bienengefährlich.
Anwendungszeitpunkt:
Während der Vegetationsperiode von Mai bis einschließlich August. Die beste Wirkung wird bei wüchsigem Wetter und bei Temperaturen ab mindestens 8 Grad Celsius erzielt. Der Einsatz bei kühler Witterung ist möglich, die sichtbare Wirkung tritt jedoch verzögert ein. Es wird empfohlen, die Rasenflächen, auf denen das Produkt eingesetzt werden soll, etwa 3 – 4 Tage vor der Anwendung zu mähen. Der Rasen soll zum Zeitpunkt der Behandlung trocken sein. In den ersten 2 Stunden nach der Spritzung sollte es nicht regnen, andernfalls wird das Produkt abgewaschen und die Wirkung vermindert. Der Rasen darf 8 – 10 Tage nach der Behandlung nicht gemäht werden. Bei stark verunkrautetem Rasen kann die Behandlung frühestens nach 28 – 42 Tagen noch einmal wiederholt werden.
Wichtige Hinweise:
Maximal 2 Anwendungen pro Jahr! Nicht im Ansaatjahr des Rasens anwenden! Nur auf Rasenflächen anwenden und keine angrenzenden Pflanzen besprühen! Abdrift des Mittels auf benachbarte Pflanzen unbedingt vermeiden. Schäden sind möglich! Behandelte Flächen/Kulturen dürfen grundsätzlich erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten werden. Die Wartezeit ist durch die Anwendungsbedingungen und/oder die Vegetationszeit abgedeckt, die zwischen Anwendung und Nutzung (z. B. Ernte) verbleibt bzw. die Festsetzung einer Wartezeit in Tagen ist nicht erforderlich. Im Behandlungsjahr anfallendes Erntegut/Mähgut nicht verfüttern.
Aufwandmenge:
Spritzen: 0,6 ml/m2 in 100 ml Wasser.
Beispiel: 30 ml Mittel in 5 Liter Wasser geben und auf 50 m2 spritzen.
Gießen: 0,6 ml/m2 in 1 l Wasser.
Beispiel: 3 ml Mittel in 5 Liter Wasser geben und auf 5 m2 gießen. Bitte verwenden Sie zur Dosierung den beiliegenden Messbecher.
Gut bekämpft werden:
Ampfer-Arten, Fingerkraut-Arten, Gänseblümchen, Löwenzahn, Gemeine Schafgarbe, Großer und Mittlerer Wegerich sowie Spitzwegerich, Vogelmiere, Weißklee, Wiesen- Wucherblume.
Weniger gut bekämpft werden:
Kleine Braunelle, Gundermann, Habichtskraut-Arten, Kriechender Hahnenfuß, Acker-Kratzdistel
Nicht ausreichend bekämpft werden:
Ehrenpreis- Arten, Huflattich, Rispe und Quecke.
Gefahr ernster Augenschäden. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen. Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten!
Wichtige Hinweise:
Hinweise für den sicheren Umgang und Schutz des Anwenders: Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen. Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz „Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten. Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel. Nutzung behandelter Rasenfläche als Spiel- und Liegewiese erst nach dem nächsten Schnitt. Behandelte Flächen/ Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten. Arbeitskleidung (mindestens langärmeliges Hemd und lange Hose) und Handschuhe tragen bei der Ausbringung/Handhabung des Mittels. Im Behandlungsjahr anfallendes Erntegut/Mähgut nicht verfüttern.
Hinweise zum Schutz der Umwelt:
Das Mittel ist giftig für Algen. Das Mittel ist giftig für höhere Wasserpflanzen. Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nichtbienengefährlich eingestuft (B4). Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Erigone atra (Zwergspinne) eingestuft. Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aleochara bilineata (Kurzflügelkäfer) eingestuft. Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Poecilus cupreus (Laufkäfer) eingestuft.
Gerätereinigung:
Nach der Anwendung des Mittels ist es erforderlich, das Spritzgerät sorgfältig zu reinigen, um Pflanzenschäden bei nachfolgender Ausbringung anderer Mittel zu verhindern. Dazu das Gerät umgehend nach der Spritzung gründlich mit Spülmittellösung reinigen. Mehrfach mit klarem Wasser durchspülen und die Spülflüssigkeit auf die zuvor behandelte Fläche ausbringen. Abfallbeseitigung: Entleerte Packungen der Wertstoffsammlung zuführen. Für Folgen unsachgemäßer Anwendung haften wir nicht.
Da die Anwendung und Lagerung des Mittels außerhalb unseres Einflusses liegt, übernehmen wir eine Haftung nur für gleichbleibende Qualität.
Herbizid, wasserlösliches Konzentrat
Wirkstoff:
30 g/l Dicamba + 340 g/l MCPA Gefahr ernster Augenschäden. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten. Bei der Arbeit nicht essen, trinken, rauchen. Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen. Leere Behälter nicht wieder verwenden.
Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten!