Auro Einmalöl-Natur

Artikelnummer: 109-90

Lösemittelfreies PurSolid Hartöl zur Alleinbehandlung, ohne Holzschutzmittel

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Lösemittelfreies PurSolid Hartöl zur Alleinbehandlung, ohne Holzschutzmittel

Verwendungszweck

- Als holztonerhaltende Alleinbehandlung für Holz und Holzwerkstoffe für normal bis stark beanspruchte Flächen
- Als holztonerhaltende Grundierung saugfähiger Flächen zur Nachbehandlung mit Öl-, Wachsprodukten
- Nur für innen und für nicht freibewitterte Flächen

Technische Eigenschaften

- Geprüft gemäß DIN EN 71 Teil 3‚ Sicherheit von Spielzeug
- Verstärkt die Abriebbeständigkeit des Untergrundes
- Enthält weitgehend den ursprünglichen Farbton des Untergrundes
- Sehr gute Langzeitbeständigkeit

Zusammensetzung

Holzöl; Leinöl; Titandioxid; Sonnenblumenöl; Rizinenöl; Trockenstoffe (kobaltfrei); Fettsäuren; Lecithin; Orangenöl; Kieselsäure. Kann Allergien auslösen. Naturfarben sind nicht geruchs-, emissionsfrei. Aktuelle Volldeklaration auf www.auro.de

Farbton

Transparent- weißlich, wirkt weniger anfeuernd als unpigmentierte Öle, erhält weitgehend den Farbton des Untergrundes. Abtönbar mit AURO Abtönfarbe für Naturharzöle Nr. 150 bis max. 5 %. Wirkt auf den verschiedenen Hölzern unterschiedlich, deshalb Probean-strich ausführen.

Auftragsverfahren

Streichen, Rollen oder Spachteln

Trockenzeit bei 20°C/65% rel. Luftfeuchtigkeit

- Eindringvermögen in den Untergrund ca. 10-30 Minuten; staubtrocken nach ca. 10 Stunden; überarbeitbar nach ca. 24 Stunden.
- Endhärte wird erst nach 2 - 4 Wochen erreicht. Während dieser Zeit schonend behandeln und Feuchtigkeitsbelastung vermeiden.
- Hohe Luftfeuchtigkeit, niedrige Temperaturen, Flüssigkeitskontakt (auch kurzfristig), hoher Verbrauch und mangelnde Luftzufuhr ergeben wesentliche Trocknungsverzögerungen und beeinflussen u.a. die späteren technischen Eigenschaften des Produktes negativ
- Die Trocknung erfolgt durch Sauerstoffaufnahme (Oxidation) mit produkttypischem Geruch und Emissionen, daher während der Trocknungszeit auf ausreichenden, temperierten Luftwechsel achten.

Dichte

0,97 g/cm³, Viskosität ca. 82 Sek. (4mm Auslaufbecher nach DIN EN ISO)

Verdünnungsmittel

Verarbeitungsfertig; mit max. 30 % AURO Orangenöl Nr. 191* verdünnbar.

Verbrauchsmenge

0,02 l/m² bei schwach saugenden Holzarten (z.B. Eiche, Ahorn, Esche), 0,04 l/m² bei normal saugenden Holzarten (z.B. Buche, Fichte, Kiefer, Lärche, Birke) und OSB-Waren, 0,05 l/m² bei stark saugenden Holzarten (z.B. Erle, Kirsche), furnierten oder wärmebehandelten Hölzern. Verbrauchsmengen sind abhängig von Untergrund, Verarbeitungsart, Oberflächengüte. Genauen Verbrauch durch Probeanstrich ermitteln.

Werkzeugreinigung

Arbeitsgeräte sofort nach Gebrauch sorgfältig ausstreichen und vor Antrocknung und mit AURO Orangenöl Nr. 191* auswaschen. Gründlich mit Wasser unter Zusatz von AURO Pflanzenseife Nr. 411* nachwaschen.

Lagerstabilität

Bei 18 °C im originalverschlossenen Gebinde: 24 Monate. Für Kinder unerreichbar, kühl, frostfrei, trocken und verschlossen lagern.

Verpackungsmaterial

Weißblech. Nur restentleerte Gebinde recyceln.

Entsorgung

Flüssige Reste: EAK-Code 080112 oder 200128, EAK-Bezeichnung: Farben. Nur restentleerte Gebinde mit eingetrockneten Produktres-ten zum Recycling geben. Nur eingetrocknete Produktreste als ausgehärtete Farben oder als Hausmüll entsorgen.

Achtung

EU-VOC-Grenzwert 2004/42/EG II A (fLb) 700 g/l (2010). Produkt-VOC = 1 g/l Selbstentzündungsgefahr trocknender Öle. Putzlappen u. ä. einzeln, glatt ausgebreitet trocknen lassen und nicht knüllen oder alternativ in einem luftdicht verschlossenen Blechgefäß aufbewahren. Die üblichen Schutzmaßnahmen sind einzuhalten, z. B. bei der Verarbeitung auf ausreichenden Hautschutz und Luftwechsel achten. Sicherheitsdatenblatt und Technische Merkblätter beachten. GISBAU Produkt Code Ö10.

1. UNTERGRUND

1.1 Geeignete Untergründe Holz (nicht Hirnholzpflaster) und Holzwerkstoffe (nicht MDF), nur im Innenbereich.
1.2 Allgemeine Untergrunderfordernisse Der Untergrund muss fest, trocken, chemisch neutral, saugfähig, fettfrei, sauber, trag-, haftfähig und ohne durchschlagende Inhaltsstoffe sein.
1.3 Untergrundvorbereitung
1.3.1 Holz und Holzwerkstoffe
- Massivholz für besonders hochwertige und/oder stark beanspruchte Oberflächen leicht wässern und mind. 60 min. trocknen lassen.
- Bis zur gewünschten Oberflächenfeinheit mit abgestufter Körnung und in Faserrichtung feinschleifen (120-320er Körnung), Poren in Faserrichtung ausbürsten und sorgfältig entstauben, evtl. Kanten runden; evtl. verbliebene Verunreinigungen entfernen und erneut feinschleifen.
- Inhaltsstoffreiche, stark harzhaltige oder fettende Hölzer mit Alkoholverdünnung auswaschen und erneut feinschleifen.
- Bei Holzwerkstoffen, z.B. schichtverleimten Holzfaserplatten o.ä., sind die Beschichtungs-Vorschriften der Holzwerkstoffhersteller zu beachten.
Fußbodenbereich: In Fugen eingedrungenes Material kann unter ungünstigen Umständen zur Seitenverleimung führen. Dies bedingt u.a. Abrissfugen und knackende Geräusche. Um dies auszuschließen, kann die Oberfläche mit einer geeigneten Fugenkittlösung abgespachtelt werden. Die Angaben des Herstellers sind dabei zu berücksichtigen, ggf. sind Probeanstriche durchzuführen.
1.3.2 Abgenutzte aber weitgehend intakte geölte und/oder gewachste Oberflächen (Instandsetzung bzw. -haltung)
- Oberfläche gründlich reinigen, an- und feinschleifen, gründlich entstauben.
- Eine Sanierung v. Teilflächen ist möglich, Farbdifferenzen können je nach verwendetem Endprodukt u. je nach vorliegender Abnutzung auftreten.
1.3.3 Stark abgenutzte schadhafte Oberflächen und vorliegende schichtbildende Oberflächen (Lasuren, Lacke, etc.)
- Altanstriche vollständig bis auf den intakten Untergrund entfernen; weitere Untergrundvorbereitung wie unter 1.3.1 beschrieben.

2. VERARBEITUNG

2.1 Grund- und Endbehandlung
- Produkt nicht in Materialfugen, Vertiefungen o.ä. laufen lassen, da die Trocknung in diesen Bereichen erheblich verzögert wird.
- Produkt gleichmäßig durch Streichen oder Rollen auftragen. Produkt nicht auf der Oberfläche ausgießen.
- Bei schlecht saugenden Untergründen ggf. mit max. 20% AURO Orangenöl Nr. 191* verdünnen.
- Bei stark saugenden Untergründen (bzw. Stellen) das weggeschlagene Einmalöl mehrmals nass in nass nachsättigen (bis zu 4x)
- Überstände, überschüssiges, nicht eingedrungenes Material, unbedingt vor Antrocknen, spätestens innerhalb 20 Minuten mit nicht flusendem Lappen, beigem oder weißem Pad, o.ä. gleichmäßig einreiben, verteilen und vollständig abnehmen. Auf flächigen, planen Untergründen die Überstände zur besseren Entfernung evtl. vorher mit einem (rostfreien) Spachtel oder Rakel zusammenziehen.
- Nicht schichtbildend verarbeiten, Produkt muss vollständig in den Untergrund eindringen.
- Evtl. Nachfolgebehandlung erst nach Trocknung, frühestens nach ca. 24 Stunden, ausführen.
2.2 Folgebehandlung (nicht zwingend erforderlich)
- Oberflächen ggf. leicht zwischen-, feinschleifen (z.B. bei Möbeln 240er, bei Fußböden Schleifgitter 180er Körnung).
- Unverdünntes Produkt sehr sparsam auftragen (z.B. mit Lappen oder weißen Polierpads). Entstandene Überstände wie unter 2.1 beschrieben sorgfältig abnehmen.
Abhängig vom Untergrundmaterial und der gewünschten Oberflächenbeanspruchung sind alternativ auch Folgebehandlungen mit folgenden Produkten möglich: AURO Hartwachs Nr. 171*, Möbelbalsam Nr. 173*.

3. REINIGUNG & PFLEGE

3.1 Unterhaltsreinigung
- Mit handwarmem Wasser feucht wischen. Nur nichtabrasive Putzmaterialien verwenden (keine Aktiv- oder Mikrofasermaterialien). Je nach Ver-schmutzungsgrad und Anwendungszweck können zusätzlich verschiedene Reiniger verwendet werden (z.B. AURO Fußbodenreiniger Nr. 427*, Lack- und Lasurreiniger Nr. 435*).
3.2 Unterhaltspflege
- Je nach Endbeschichtung mit z.B. AURO Bodenpflege Nr. 437*, Bodenpflege-Emulsion Nr. 431* oder Holzboden Reinigung und Pflege Nr. 661*.
3.3 Auffrischung
- Je nach Endbeschichtung mit z.B. AURO Pflegeöl Nr. 106* oder Pflegewachs Nr. 107*.

Anwendungsvideo

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