
Türen streichen: So gelingt die Renovierung Schritt für Schritt
Türen prägen das Erscheinungsbild jeder Wohnung maßgeblich. Ob vergilbte Altbautüren oder einfach nur ein veralteter Farbton: Mit dem richtigen Know-how können Sie Ihre Türen selbst streichen und Ihren Räumen neuen Glanz verleihen. Mit der richtigen Vorbereitung, dem passenden Werkzeug und hochwertigen Farben gelingt das Streichen der Tür auch Heimwerkern ohne große Erfahrung. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige rund um das Thema Türen streichen, von der Materialauswahl bis zur professionellen Ausführung.
Warum es sich lohnt, Türen neu zu streichen
Das Streichen von Türen ist eine der effektivsten Renovierungsmaßnahmen mit großer Wirkung bei überschaubarem Aufwand. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von optischen bis zu praktischen Aspekten.
Frische Optik für Innen- und Wohnungstüren
Türen fallen ins Auge, auch wenn wir sie im Alltag kaum bewusst wahrnehmen. Vergilbte oder abgenutzte Wohnungstüren wirken ungepflegt und lassen selbst frisch renovierte Räume alt aussehen. Wenn Sie Ihre Innentüren streichen, können Sie mit relativ geringem Aufwand eine deutliche optische Aufwertung erzielen.
Ein neuer Anstrich ermöglicht es Ihnen, Farbakzente zu setzen oder ein einheitliches Farbkonzept durch alle Räume zu ziehen. Besonders bei Mietwohnungen ist das Streichen von Türen eine kostengünstige Möglichkeit, die eigene Handschrift zu hinterlassen, ohne bauliche Veränderungen vorzunehmen.
Holztüren streichen für besseren Schutz und längere Lebensdauer
Holztüren sind ein Naturprodukt und benötigen regelmäßige Pflege. Wenn Sie Holztüren streichen, schützen Sie das Material vor Feuchtigkeit, Verschmutzung und mechanischer Abnutzung. Eine intakte Lackschicht verhindert, dass Wasser in das Holz eindringt und Quellungen oder Risse verursacht.
Gerade in stark frequentierten Bereichen wie in Fluren oder bei Badezimmertüren ist dieser Schutz wichtig. Ein fachgerecht aufgetragener Anstrich kann die Lebensdauer Ihrer Türen um Jahre verlängern und teure Austauschmaßnahmen hinauszögern.
Alte Türen streichen statt austauschen: Wann lohnt sich das?
Der Austausch von Türen ist kostspielig und aufwändig. Wenn Sie alte Türen streichen, können Sie oft mehrere Hundert Euro pro Tür sparen. Die Renovierung lohnt sich besonders dann, wenn die Substanz der Tür noch intakt ist und lediglich die Oberfläche in die Jahre gekommen ist.
Bei massiven Holztüren aus Altbauten ist das Streichen fast immer die bessere Wahl gegenüber dem Austausch. Diese Türen haben oft eine Qualität, die moderne Standardtüren nicht erreichen. Nur bei schweren strukturellen Schäden, verzogenen Türblättern oder defekten Zargen sollten Sie über einen Austausch nachdenken.

Türen streichen: Das sollten Sie vorab wissen
Bevor Sie mit dem Projekt beginnen, sollten Sie sich mit einigen grundlegenden Fragen auseinandersetzen. Die richtige Vorbereitung entscheidet maßgeblich über das Endergebnis.
Die richtige Farbe: Welche Farbe ist für Türen geeignet?
Die Frage "Türen streichen mit welcher Farbe?" ist zentral für den Erfolg Ihres Projekts. Für Innentüren eignen sich grundsätzlich drei Farbtypen: Kunstharzlacke, Acryllacke und spezielle Türenlacke. Kunstharzlacke bieten eine sehr harte, widerstandsfähige Oberfläche, riechen aber intensiv und benötigen längere Trocknungszeiten.
Acryllacke auf Wasserbasis sind geruchsarm, trocknen schnell und lassen sich leicht verarbeiten. Sie sind für die meisten Heimwerker die beste Wahl. Spezielle Türenlacke sind auf die Anforderungen von stark beanspruchten Flächen abgestimmt und bieten optimale Haftung sowie Strapazierfähigkeit. Wichtig ist, dass Sie zu hochwertigen Produkten greifen. Billiglacke neigen zu Vergilbung, schlechter Deckkraft und geringer Haltbarkeit. Im Malerbedarf von norax.de finden Sie professionelle Produkte für jeden Anspruch.
Unterschiede zwischen verschiedenen Innentüren
Nicht jede Tür ist gleich. Massivholztüren, Furniertüren, Röhrenspantüren und Kunststofftüren erfordern unterschiedliche Herangehensweisen. Massivholztüren sind am unkompliziertesten zu streichen und verzeihen auch kleinere Fehler.
Furniertüren haben eine dünne Holzschicht auf einem Trägermaterial. Hier müssen Sie beim Schleifen besonders vorsichtig sein, um das Furnier nicht zu beschädigen. Röhrenspantüren mit Kunststoffbeschichtung benötigen spezielle Haftgrundierungen, damit die Farbe dauerhaft hält.
Prüfen Sie vor Beginn der Arbeiten, um welchen Türtyp es sich handelt. Klopfen Sie dazu gegen das Türblatt: Ein hohler Klang deutet auf eine Röhrenspantür hin, ein voller Klang auf Massivholz.
Türrahmen streichen vs. Türblatt streichen
Beim Zimmertüren streichen stellt sich die Frage, ob nur das Türblatt oder auch der Rahmen gestrichen werden soll. Für ein harmonisches Gesamtbild empfiehlt sich meist beides. Der Türrahmen ist in der Regel aber stärker verschmutzt als das Türblatt und zeigt deutliche Gebrauchsspuren.
Wenn Sie den Türrahmen streichen, sollten Sie dies vor dem Türblatt tun. So können Sie eventuelle Farbspritzer auf dem Rahmen später beim Streichen des Türblattes korrigieren. Achten Sie darauf, die Übergänge zwischen Rahmen und Wand sorgfältig abzukleben.
Lack, Lasur oder Acrylfarbe? Materialien im Überblick
Lacke bilden eine deckende, geschlossene Oberfläche und sind die Standardlösung für Innentüren. Sie bieten guten Schutz und eine gleichmäßige Optik. Lasuren hingegen sind transparent oder halbtransparent und lassen die Holzmaserung sichtbar. Sie eignen sich besonders für hochwertige Holztüren, deren natürliche Struktur Sie betonen möchten.
Acrylfarben sind wasserbasiert, umweltfreundlich und einfach zu verarbeiten. Sie sind für die meisten Heimwerkerprojekte die richtige Wahl. Kunstharzlacke auf Lösemittelbasis sind robuster, aber schwieriger zu handhaben und gesundheitlich bedenklicher.
Für geölte Holztüren können Sie auch Holzöle verwenden, die das Holz pflegen und seine natürliche Optik bewahren. Diese Option eignet sich allerdings nur für unbehandelte oder bereits geölte Oberflächen. Professionelles Zubehör wie Schleifpapier, Pinsel, Abdeckband oder Folien finden Sie im Malerwerkzeuge- und Zubehörsortiment von norax.de.

Holztüren streichen: Besonderheiten beim Naturmaterial
Holz ist ein lebendiges Material mit besonderen Eigenschaften. Beim Holztüren streichen müssen Sie diese Eigenheiten berücksichtigen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Offene, geölte, lackierte oder furnierte Holzoberflächen streichen
Die Vorbehandlung hängt stark vom Ausgangszustand ab. Offenporige, unbehandelte Holztüren saugen Farbe stark auf und benötigen eine Grundierung, die die Poren verschließt. Geölte Oberflächen müssen Sie vor dem Lackieren vollständig abschleifen, da Lack auf Öl nicht haftet.
Bereits lackierte Türen bieten den besten Untergrund, sofern der alte Lack noch gut haftet. Hier reicht meist ein Anschliff mit feinem Schleifpapier. Furnierte Türen erfordern besondere Vorsicht: Das Furnier ist nur wenige Millimeter dick und kann beim zu intensiven Schleifen durchbrochen werden.
Prüfen Sie die Oberfläche vor Arbeitsbeginn gründlich. Wischen Sie mit einem in Wasser getränkten Tuch über die Tür: Perlt das Wasser ab, ist die Oberfläche versiegelt. Zieht es ein, haben Sie es mit einer offenporigen oder geölten Oberfläche zu tun.
Vorbereitung: Schleifen, Grundieren und Reparieren
Die Vorbereitung ist der wichtigste Schritt beim Türen streichen. Beginnen Sie mit einer gründlichen Reinigung der Tür, um Staub, Fett und Schmutz zu entfernen. Verwenden Sie dazu einen Anlauger oder einfach warmes Wasser mit etwas Spülmittel.
Nach der Reinigung folgt das Schleifen. Bei bereits lackierten Türen verwenden Sie Schleifpapier der Körnung 120 bis 180, um die Oberfläche anzurauen. Bei unbehandeltem Holz beginnen Sie mit gröberer Körnung (80 bis 120) und arbeiten sich zu feinerer Körnung vor. Schleifen Sie immer in Richtung der Holzmaserung.
Kleine Risse, Löcher oder Beschädigungen bessern Sie mit Holzspachtelmasse aus. Nach dem Trocknen schleifen Sie die gespachtelten Stellen glatt. Entfernen Sie anschließend den Schleifstaub gründlich mit einem leicht feuchten Tuch oder einem Staubsauger.
Wann eine Grundierung zwingend notwendig ist
Eine Grundierung ist bei unbehandeltem Holz, stark saugenden Oberflächen und beim Wechsel von dunklen zu hellen Farbtönen unerlässlich. Sie sorgt für gleichmäßige Saugfähigkeit, bessere Haftung des Decklacks und verhindert das Durchschlagen von Holzinhaltsstoffen.
Besonders bei harzreichen Hölzern wie Kiefer oder Fichte kann ohne Grundierung Harz austreten und unschöne Flecken verursachen. Auch bei Astlöchern ist eine Isoliergrund-Grundierung wichtig, damit keine dunklen Verfärbungen durch den Lack dringen.
Moderne 2-in-1-Produkte kombinieren Grundierung und Decklack, sind aber meist nur bei unkritischen Untergründen empfehlenswert. Für optimale Ergebnisse sollten Sie Grundierung und Decklack seperat verwenden.
Alte Türen streichen: Tipps für Renovierungsobjekte
Altbautüren und Türen aus vergangenen Jahrzehnten haben zwar für viele ihren ganz eigenen Charme, benötigen aber besondere Aufmerksamkeit bei der Renovierung.
Abblätternde Farbe entfernen und Schäden ausbessern
Bei alten Türen mit abblätternder Farbe müssen Sie zunächst alle losen Farbschichten entfernen. Verwenden Sie dazu einen Spachtel und Schleifpapier. In hartnäckigen Fällen kann ein Heißluftgebläse helfen, die alte Farbe aufzuweichen.
Achtung: Bei Türen aus der Zeit vor 1990 kann die alte Farbe bleihaltig sein. Tragen Sie beim Abschleifen unbedingt eine Atemschutzmaske und saugen Sie den Staub sofort ab, statt ihn aufzuwirbeln. Bei Verdacht auf bleihaltige Farbe sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen.
Größere Schäden wie tiefe Kratzer, Dellen oder morsche Stellen reparieren Sie mit Holzspachtelmasse oder Reparaturspachtel. Bei durchgehenden Rissen kann es notwendig sein, die Tür zu verleimen oder zu verschrauben, bevor Sie sie streichen.
Türen aus den 60ern, 70ern und 80ern: Was beachten?
Türen aus dieser Zeit sind häufig mit Kunststoffbeschichtungen oder Laminaten versehen. Diese Oberflächen sind glatt und wenig saugfähig, was die Haftung von Farbe erschwert. Hier ist eine spezielle Haftgrundierung unverzichtbar.
Schleifen Sie die Oberfläche gründlich an, um sie aufzurauen. Verwenden Sie dazu Schleifpapier der Körnung 120 bis 150. Die Oberfläche muss nicht bis aufs Holz abgeschliffen werden, aber die glatte Beschichtung sollte komplett mattiert sein.
Viele Türen aus dieser Zeit haben charakteristische Kassetten oder Füllungen. Diese Strukturen sollten Sie beim Streichen betonen, indem Sie sie sorgfältig ausarbeiten. Verwenden Sie für schwer zugängliche Ecken einen kleinen Pinsel.
Wann sich Streichen nicht mehr lohnt
Nicht jede alte Tür ist es wert, gestrichen zu werden. Bei stark verzogenen Türen, die nicht mehr richtig schließen, ist ein Austausch in der Regel sinnvoller. Auch bei durchgefaultem Holz, großflächigen Rissen oder komplett zerstörten Oberflächen übersteigt der Renovierungsaufwand meist den Nutzen.
Wenn die Tür selbst noch gut ist, aber die Zarge beschädigt ist, kann ein Austausch dennoch notwendig werden. Zargen zu reparieren ist weit schwieriger als das Streichen der Tür selbst. Prüfen Sie auch, ob die Tür noch den aktuellen Anforderungen entspricht, etwa beim Schallschutz oder Brandschutz.

Tür streichen ohne Ausbau: Geht das?
Die gute Nachricht: Sie können Türen streichen ohne Ausbau. Das spart Zeit und Mühe, erfordert aber sorgfältiges Arbeiten. Der Ausbau ist zwar die professionellere Lösung, für Heimwerker aber manchmal unnötig kompliziert.
Wenn Sie die Tür in den Angeln lassen, müssen Sie den Boden und die Zarge besonders sorgfältig abdecken. Verwenden Sie Malerkrepp und Folie, um Farbspritzer zu vermeiden. Klemmen Sie die Tür mit Keilen fest, damit sie während des Streichens nicht schwingt.
Der Nachteil beim Streichen ohne Ausbau: Die untere Kante und die Scharnierseite sind schwer zugänglich. Hier müssen Sie besonders vorsichtig arbeiten. Legen Sie Pappe oder Folie unter die Tür, um Tropfen aufzufangen. Ein weiterer Nachteil: Die Farbe strebt durch die Schwerkraft immer nach unten, statt sich gleichmäßig zu verteilen. Mit etwas Geduld und den richtigen Werkzeugen gelingt aber auch das Streichen ohne Ausbau professionell.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Zimmertüren richtig streichen
Jetzt geht es an die praktische Umsetzung. Mit dieser Anleitung streichen Sie Ihre Zimmertüren wie ein Profi.
Vorbereitung und Abkleben
Räumen Sie zunächst den Arbeitsbereich frei und decken Sie den Boden mit Malerfolie ab. Entfernen Sie Türgriffe, Schlösser und andere Beschläge. Falls das nicht möglich ist, kleben Sie diese sorgfältig ab.
Reinigen Sie die Tür gründlich mit einem Anlauger oder Spülmittelwasser. Achten Sie besonders auf Griffbereiche, wo sich oft Fettablagerungen befinden. Lassen Sie die Tür vollständig trocknen.
Kleben Sie die Zarge und angrenzende Wandbereiche mit Malerkrepp ab. Verwenden Sie hochwertiges Kreppband, das sich später rückstandsfrei entfernen lässt. Drücken Sie die Kanten fest an, damit keine Farbe darunter laufen kann.
Schleifen und Grundieren
Schleifen Sie die gesamte Türoberfläche mit Schleifpapier der Körnung 120 bis 180. Bei Kassettentüren arbeiten Sie sich von den Vertiefungen zu den Flächen vor. Entfernen Sie den Schleifstaub gründlich mit einem leicht feuchten Tuch.
Tragen Sie bei unbehandeltem Holz oder problematischen Untergründen eine Grundierung auf. Arbeiten Sie mit einem hochwertigen Pinsel oder einer Schaumstoffrolle. Streichen Sie in Richtung der Holzmaserung und achten Sie auf gleichmäßigen Auftrag.
Lassen Sie die Grundierung gemäß Herstellerangaben trocknen, meist 4 bis 6 Stunden. Schleifen Sie anschließend leicht mit feinem Schleifpapier (Körnung 180 bis 220) über die Fläche, um aufgestellte Holzfasern zu entfernen.
Türen streichen
Beginnen Sie mit den Kassetten oder Vertiefungen, falls vorhanden. Verwenden Sie dafür einen kleineren Pinsel. Arbeiten Sie anschließend die Rahmenteile und zum Schluss die großen Flächen aus. So vermeiden Sie Ansätze und Überlappungen.
Tragen Sie die Farbe in dünnen, gleichmäßigen Schichten auf. Mehrere dünne Schichten ergeben ein besseres Ergebnis als eine dicke Schicht. Streichen Sie immer in Richtung der Holzmaserung und vermeiden Sie zu viel Druck auf Pinsel oder Rolle.
Achten Sie auf Läufer und Nasen. Kontrollieren Sie die Fläche aus verschiedenen Blickwinkeln im Gegenlicht. Kleine Läufer können Sie sofort mit dem Pinsel verstreichen. Arbeiten Sie zügig, aber nicht hektisch.
Trocknungszeiten und Nachbearbeitung
Lassen Sie die erste Farbschicht vollständig durchtrocknen. Bei Acryllacken dauert das meist 4 bis 6 Stunden, bei Kunstharzlacken bis zu 12 Stunden. Prüfen Sie die Herstellerangaben auf der Dose.
Nach der Trocknung schleifen Sie die Fläche leicht mit sehr feinem Schleifpapier (Körnung 220 bis 240) an. Dieser Zwischenschliff sorgt für eine glatte Oberfläche und bessere Haftung der nächsten Schicht. Entfernen Sie den Staub gründlich.
Tragen Sie mindestens eine zweite Farbschicht auf, bei dunklen Farben oder starken Farbwechseln eventuell auch eine dritte. Jede Schicht muss vollständig trocknen, bevor Sie die nächste auftragen. Entfernen Sie das Klebeband, solange die letzte Schicht noch leicht feucht ist, um saubere Kanten zu erhalten.
Türrahmen streichen: Vorgehensweise im Detail
Beim Türrahmen streichen gehen Sie ähnlich vor wie beim Türblatt. Beginnen Sie mit der Reinigung und dem Anschleifen. Kleben Sie die angrenzenden Wandflächen sorgfältig ab.
Streichen Sie zunächst die Innenkanten des Rahmens, dann die sichtbaren Flächen. Arbeiten Sie von oben nach unten, um Tropfen aufzufangen. Verwenden Sie einen Pinsel mittlerer Größe für gute Kontrolle.
Achten Sie besonders auf die Übergänge zwischen Rahmen und Wand. Hier entstehen leicht unsaubere Kanten. Mit hochwertigem Malerkrepp und sorgfältigem Arbeiten vermeiden Sie Ausbesserungen.

Türen streichen: Häufige Fehler & wie Sie sie vermeiden
Selbst erfahrene Heimwerker machen beim Türen streichen gelegentlich Fehler. Hier die häufigsten Probleme und ihre Lösungen.
Läufer, Tropfnasen und ungleichmäßige Flächen
Läufer entstehen durch zu viel Farbe auf dem Pinsel oder der Rolle, wenn die Tür nicht ausgebaut wurde. Laden Sie Ihr Werkzeug nicht zu stark und streichen Sie überschüssige Farbe am Dosenrand ab. Tragen Sie lieber mehrere dünne Schichten auf als eine dicke. Tropfnasen bilden sich oft an Kanten und Übergängen. Kontrollieren Sie diese Bereiche regelmäßig während des Streichens und verstreichen Sie Tropfen sofort. Arbeiten Sie bei Kassettentüren von innen nach außen. Ungleichmäßige Flächen resultieren meist aus unzureichender Vorbereitung oder zu schnellem Arbeiten. Nehmen Sie sich Zeit für gründliches Schleifen und Grundieren. Streichen Sie in gleichmäßigen, überlappenden Bahnen.
Falsche Farbe oder fehlende Grundierung
Die Verwendung ungeeigneter Farbe ist ein häufiger Fehler. Wandfarbe eignet sich nicht für Türen, da sie nicht abriebfest genug ist. Verwenden Sie speziellen Türenlack oder hochwertigen Acryllack.
Das Weglassen der Grundierung rächt sich spätestens nach einigen Monaten. Ohne Grundierung haftet die Farbe schlecht, Holzinhaltsstoffe können durchschlagen und die Deckkraft ist unzureichend. Investieren Sie in eine gute Grundierung, besonders bei unbehandeltem Holz.
Auch die Farbmenge wird oft unterschätzt. Rechnen Sie mit etwa 100 bis 150 ml Lack pro Quadratmeter und Anstrich. Eine Standardtür benötigt also etwa 0,5 bis 0,7 Liter für zwei Anstriche.
Zu kurze Trocknungszeiten
Ungeduld ist der Feind des perfekten Anstrichs. Wenn Sie die nächste Schicht auftragen, bevor die vorherige durchgetrocknet ist, entstehen Blasen, Risse und Abplatzungen. Halten Sie sich strikt an die Herstellerangaben.
Beachten Sie, dass Trocknungszeiten von Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängen. Bei kühlem, feuchtem Wetter verlängern sich die Zeiten erheblich. Planen Sie Ihr Projekt für trockene, milde Tage und sorgen Sie für gute Belüftung.
Auch die vollständige Aushärtung dauert länger als die Oberflächentrocknung. Behandeln Sie frisch gestrichene Türen in den ersten Tagen vorsichtig. Die volle Belastbarkeit ist oft erst nach einer Woche erreicht.
Türen streichen: Bringen Sie frischen Glanz in Ihre Wohnung mit Norax
Das Streichen von Türen ist ein überschaubares Heimwerkerprojekt mit großer Wirkung. Mit der richtigen Vorbereitung, geeigneten Materialien und etwas Geduld können Sie Ihre Wohnungstüren streichen und ihnen neues Leben einhauchen.
Die Investition in hochwertige Farben und Werkzeuge zahlt sich durch ein professionelles Ergebnis und lange Haltbarkeit aus. Nehmen Sie sich Zeit für die Vorbereitung, denn sie entscheidet über den Erfolg des Projekts. Ob Sie alte Türen streichen oder einfach einen neuen Farbton wünschen: Mit diesem Ratgeber sind Sie bestens gerüstet. Die richtige Technik macht den Unterschied zwischen einem durchschnittlichen und einem hervorragenden Ergebnis.
FAQs zum Thema Türen streichen
Für Innentüren eignen sich am besten spezielle Türenlacke oder hochwertige Acryllacke. Acryllacke auf Wasserbasis sind geruchsarm, umweltfreundlich und einfach zu verarbeiten. Sie trocknen schnell und bieten gute Deckkraft. Kunstharzlacke sind robuster und widerstandsfähiger, riechen aber intensiv und benötigen längere Trocknungszeiten. Wählen Sie einen Lack mit seidenmattem oder glänzendem Finish, je nach gewünschter Optik. Wichtig ist, dass die Farbe abriebfest und strapazierfähig ist.
Ja, Schleifen ist fast immer notwendig. Bei bereits lackierten Türen sorgt ein Anschliff für bessere Haftung der neuen Farbe. Sie müssen nicht bis aufs Holz schleifen, aber die Oberfläche sollte mattiert werden. Bei unbehandeltem Holz ist Schleifen unverzichtbar, um eine glatte Oberfläche zu schaffen. Nur bei speziellen Renovierfarben mit sehr guter Haftung können Sie unter Umständen auf das Schleifen verzichten, allerdings leidet dann oft die Qualität des Ergebnisses.
Die Trocknungszeit hängt vom verwendeten Lack ab. Acryllacke sind nach 4 bis 6 Stunden oberflächentrocken und können nach 12 bis 24 Stunden überlackiert werden. Kunstharzlacke benötigen 8 bis 12 Stunden bis zur Oberflächentrocknung und 24 Stunden bis zum Überlackieren. Die vollständige Aushärtung dauert bei beiden Lacktypen etwa 7 Tage. Erst dann ist die Oberfläche voll belastbar. Beachten Sie immer die Herstellerangaben, da diese je nach Produkt variieren können.
Ja, Türen lassen sich problemlos ohne Ausbau streichen. Das spart Zeit und ist für Heimwerker oft die praktischere Lösung. Wichtig ist sorgfältiges Abkleben von Boden, Zarge und Beschlägen. Fixieren Sie die Tür mit Keilen, damit sie nicht schwingt. Die untere Kante und Scharnierseite sind etwas schwieriger zu erreichen, aber mit Geduld gut zu bewältigen. Legen Sie ausreichend Schutzfolie aus, um Farbspritzer aufzufangen. Der Ausbau ist nur bei sehr aufwendigen Renovierungen wirklich notwendig, oder wenn Sie beide Seiten gleichzeitig streichen möchten.
Die Kosten für professionelles Türen streichen liegen zwischen 80 und 200 Euro pro Tür, je nach Region, Zustand der Tür und Aufwand. Einfache Zimmertüren sind günstiger, aufwendige Kassettentüren oder stark beschädigte alte Türen teurer. Hinzu kommen Materialkosten von etwa 20 bis 40 Euro pro Tür. Wenn Sie die Arbeit selbst durchführen, sparen Sie die Arbeitskosten und zahlen nur für Material und Werkzeug. Bei mehreren Türen lohnt sich die Eigenleistung besonders, da Sie Werkzeuge und Restfarbe mehrfach nutzen können.
