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Boden ausgleichen mit Anleitung

Betonboden wird glatt gezogen.

Für den Boden in der Wohnung oder im Haus, aber auch in Garage, Werkstatt, Büro oder Fabrik, gilt generell, dass er erstens komplett flach und zweitens genau waagerecht zur Erdachse sein soll. Bei schiefen Böden, wie sie gerne in Altbauten vorkommen, muss man damit rechnen, dass Möbel nicht richtig stehen und umfallen können, dass sich Wasser in einer Ecke ansammelt oder dass runde Gegenstände vom Tisch kullern. Aber auch jüngere Böden können durch unsachgemäße Arbeit oder extreme Belastung vom rechten Winkel abkommen und müssen ausgeglichen werden. Wie das geht, was man braucht und für welchen Boden welche Technik eingesetzt wird, erfahren Sie hier bei Ihrem Online-Baumarkt Norax.

Wie man den Boden ausgleichen kann: Möglichkeiten

So wie es verschiedene Arten von Unebenheiten gibt, gibt es auch verschiedene Materialien, mit denen man den Boden nivellieren kann. Wenn es ganz schlimm ist und viele Zentimeter ausgeglichen werden müssen, sollte man darüber nachdenken, gleich den ganzen Boden neu zu machen. Bei weniger intensiven Unterschieden kann man die Sache schon einfacher mit einer Nivellierung wieder hinbekommen. Hier sind die Möglichkeiten:

Nivellierungsmethode Geeignete Ausgleichshöhe Beschreibung
Bodenausgleichsmasse bis mehrere Zentimeter Bodenausgleichsmasse ist eine Mischung aus Zement und Sand, die verwendet wird, um größere Unebenheiten im Boden auszugleichen. Sie kann in Schichten aufgetragen werden.
Selbstnivellierender Spachtel wenige Millimeter bis Zentimeter Selbstnivellierender Spachtel ist eine flüssige Masse, die sich selbstständig verteilt und unebene Flächen ausgleicht. Sie ist ideal für dünnere Schichten geeignet.
Estrich mehrere Zentimeter bis Dezimeter Estrich ist eine dicke Schicht aus Zement und Sand, die auf den Boden aufgetragen wird, um größere Unebenheiten auszugleichen. Sie benötigt eine längere Trockenzeit.
Schleifen und Polieren wenige Millimeter bis Zentimeter Diese Methode beinhaltet das Schleifen und Polieren der Oberfläche, um kleine Unebenheiten auszugleichen. Sie ist ideal für dünnere Schichten und bereits vorhandene Böden.

Betonboden wird mit einer Schleifmaschine nivelliert.

Wann sollte man Ausgleichsmasse einsetzen?

Wie die Tabelle bereits erwähnt, ist die Ausgleichsmasse vor allem bei starken Unterschieden und Unebenheiten der richtige Baustoff. Wenn der Boden größere Unebenheiten aufweist, die mehrere Zentimeter betragen, ist die Verwendung von Ausgleichsmasse die beste Möglichkeit.

Diese Masse kann in Schichten aufgetragen werden, um Unebenheiten auszugleichen und eine ebene Oberfläche zu schaffen. Wenn der Boden Risse, Löcher oder andere Beschädigungen hat, füllt die Ausgleichsmasse diese Mängel auf. Die Masse eignet sich gut, um den Untergrund zu stabilisieren und eine gleichmäßige Basis für die Installation von Bodenbelägen wie Fliesen, Laminat, Parkett oder Vinyl zu schaffen.

Insbesondere bei der Installation von Fliesen ist es wichtig, dass der Untergrund vollständig eben ist, damit sich die Fliesen mit der Zeit nicht lösen oder brechen. Wenn es Ihnen aber möglich ist, den selbstnivellierenden Spachtel oder Estrich zu verwenden, weil der Ausgleich nicht so gravierend ist, ist das die einfachere Methode. Diese Baustoffe werden fast flüssig aufgetragen und bekommen dann nur durch die Gravitation eine gleichmäßige Oberfläche. Lesen Sie dazu auch den Blogbeitrag zu Verarbeitung von Nivelliermasse. Estrich kaufen Sie bei Norax, ebenso wie Ausgleichsmasse oder Spachtelmasse.

Ausgleichsmasse auf Holzdielen oder Parkett einsetzen?

Kann man einen alten und schiefen Holzboden mit Bodenausgleichsmasse nivellieren, damit man ihn nicht erst komplett rausreißen muss? Experten raten davon ab, Ausgleichsmasse auf Parkett oder auf Holzdielen aufzubringen, denn das Vorgehen birgt Risiken und erfordert die genaue Prüfung des Bodens:

Der Holzboden, sei es Holzdielen oder Parkett, muss in gutem Zustand sein, damit die Ausgleichsmasse effektiv verwendet werden kann. Wenn der Boden beschädigt, verrottet oder instabil ist, kann die Verwendung von Ausgleichsmasse das Problem möglicherweise nicht lösen oder sogar verschlimmern. Holzböden sind anfälliger für Feuchtigkeit als Betonböden. Der Holzboden muss also ausreichend gegen Feuchtigkeit geschützt sein, bevor Ausgleichsmasse angewendet wird. Andernfalls kann Feuchtigkeit aus der Ausgleichsmasse in den Holzboden eindringen, zu Schimmel und Fäulnis führen und so den Untergrund beschädigen.

Man braucht also für die Anwendung auf Holzuntergründen wie Holzdielen oder Parkett speziell geeignete Ausgleichsmasse. Diese Produkte sind flexibler und besser für die Anwendung auf Holzoberflächen geeignet. Ausgleichsmasse ist aber wesentlich einfacher auf Beton- oder Estrichböden zu verwenden.

Boden ausgleichen mit Fliesenkleber

Wenn man ohnehin den Boden mit Fliesen belegen will, warum nicht gleich Fliesenkleber zum Bodenausgleich verwenden? Auch bei dieser Methode gelten einige Einschränkungen:

Fliesenkleber ist in erster Linie dafür ausgelegt, Fliesen auf ebenen Oberflächen zu befestigen. Wenn der Boden starke Unebenheiten aufweist, ist Fliesenkleber möglicherweise nicht ausreichend, um diese Unebenheiten auszugleichen. Fliesenkleber sollte in dünnen Schichten aufgetragen werden, um eine gute Haftung zu gewährleisten. Das Ausgleichen großer Höhenunterschiede oder Unebenheiten mit Fliesenkleber ist also nicht zielführend. Zudem ist Fliesenkleber nicht so stabil wie Estrich oder Ausgleichsmassen, was bedeutet, dass er möglicherweise nicht so widerstandsfähig gegenüber Belastungen und Bewegungen ist.

Boden ausgleichen mit Platten

Das Ausgleichen eines Bodens mit Platten ist eine weitere Möglichkeit, um Unebenheiten zu korrigieren und eine ebene Oberfläche zu schaffen. Das Ausgleichen eines Bodens mit Platten ist nicht so effektiv wie andere Methoden wie Estrich oder Ausgleichsmassen, insbesondere bei größeren Unebenheiten. Diese Methode kann aber dann besonders nützlich sein, wenn der Boden bereits Fliesen oder andere Plattenbeläge hat, die man dann nicht erst mühsam entfernen möchte. Hier sind die grundlegenden Schritte, um einen Boden mit Platten auszugleichen:

  1. Vorbereitung des Untergrunds: Stellen Sie sicher, dass der Untergrund sauber, trocken und frei von Schmutz, Staub und anderen Verunreinigungen ist. Entfernen Sie gegebenenfalls alte Bodenbeläge oder Fliesen.
  2. Auswahl der Platten: Wählen Sie geeignete Ausgleichsplatten aus, die für den Bodenbelag geeignet sind und die erforderliche Dicke haben, um Unebenheiten auszugleichen. Diese Platten können beispielsweise aus Holz, Kunststoff oder Metall bestehen.
  3. Planung der Platzierung: Überlegen Sie, wie die Platten angeordnet werden sollen, um Unebenheiten auszugleichen und eine ebene Oberfläche zu schaffen. Möglicherweise müssen Sie die Platten zuschneiden, um sie an die Form des Raums anzupassen.
  4. Verlegen der Platten: Legen Sie die Platten auf den Boden und passen Sie sie so an, dass sie Unebenheiten ausgleichen und eine ebene Oberfläche schaffen. Verwenden Sie gegebenenfalls Klebstoff oder Befestigungselemente, um die Platten am Boden zu befestigen.
  5. Überprüfung der Ebenheit: Überprüfen Sie regelmäßig die Ebenheit des Bodens, während Sie die Platten verlegen, und passen Sie die Platzierung der Platten entsprechend an, damit der Boden möglichst eben ist.
  6. Abschlussarbeiten: Sobald alle Platten verlegt sind und der Boden ausgeglichen ist, können Sie den Bodenbelag Ihrer Wahl darüber installieren. Dies kann zum Beispiel das Verlegen von Fliesen, Laminat, Vinyl oder Teppich sein.

Platten legen mit Wasserwaage.

Welcher Bodenausgleich für welchen Bodenbelag

Das Ausgleichen eines Betonbodens oder eines Estrichbodens kann je nach den spezifischen Anforderungen und Bedingungen etwas variieren, aber die grundlegenden Schritte bleiben meist gleich. Da es um die Vorbereitung des Bodens geht, um ihn hinterher mit Fliesen, Teppich oder Parkett zu belegen, ist es bei der Wahl der Ausgleichsmasse möglich, für den Endbelag optimierte Baustoffe zu verwenden.

Hier ist eine allgemeine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Werkzeugen und geeigneten Ausgleichsmethoden:

Schritt 1: Vorbereitung des Bodens

Werkzeuge: Besen, Staubsauger, eventuell Hochdruckreiniger

Reinigen Sie den Betonboden gründlich, um Schmutz, Staub und andere Verunreinigungen zu entfernen.

Verwenden Sie bei Bedarf einen Hochdruckreiniger, um hartnäckigen Schmutz zu entfernen und den Boden gründlich zu reinigen.

Schritt 2: Identifizierung von Unebenheiten

Werkzeuge: Wasserwaage, Messwerkzeuge

Untersuchen Sie den Betonboden auf Unebenheiten, Risse oder tiefe Löcher.

Verwenden Sie eine Wasserwaage, um die Ebenheit des Bodens zu überprüfen, und markieren Sie Bereiche mit großen Höhenunterschieden.

Schritt 3: Auswahl der Ausgleichsmethode

Entscheiden Sie, welche Ausgleichsmethode am besten geeignet ist, um die identifizierten Unebenheiten zu korrigieren. Dies kann die Verwendung von Ausgleichsmasse, selbstnivellierendem Spachtel, Estrich oder anderen Materialien umfassen.

Schritt 4: Vorbereitung der Ausgleichsmasse oder des Spachtels

Werkzeuge: Eimer, Mischwerkzeug (z. B. Bohrmaschine mit Rührstab), Wasserwaage

Bereiten Sie die Ausgleichsmasse oder den selbstnivellierenden Spachtel gemäß den Anweisungen des Herstellers vor. Dies kann das Mischen mit Wasser oder anderen Lösungsmitteln umfassen.

Achten Sie darauf, die richtige Konsistenz zu erreichen, um eine einfache Anwendung und eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten. Natürlich sollten Sie die Anweisungen des Herstellers für die Ausgleichsmasse oder den Spachtel sorgfältig befolgen.

Schritt 5: Auftragen der Ausgleichsmasse oder des Spachtels

Werkzeuge: Glättkelle, Zahnspachtel, Abziehlatte

Tragen Sie die vorbereitete Ausgleichsmasse oder den selbstnivellierenden Spachtel auf die markierten Bereiche mit Unebenheiten auf.

Verwenden Sie eine Glättkelle, einen Zahnspachtel oder eine Abziehlatte, um die Masse gleichmäßig zu verteilen und glattzustreichen.

Arbeiten Sie schnell, da einige Ausgleichsmassen oder Spachtelmassen schnell trocknen können. Auf der Packung der Nivelliermasse finden Sie Angaben zur Bearbeitungszeit. Das sind in der Regel ca. 30 Minuten.

Schritt 6: Trocknung und Aushärtung

Lassen Sie die aufgetragene Ausgleichsmasse oder den Spachtel gemäß den Anweisungen des Herstellers vollständig trocknen und aushärten. Herkömmliche Ausgleichsmassen benötigen dafür ca. 3 Stunden.

Vermeiden Sie während dieses Prozesses das Betreten oder Belasten des Bodens, um Beschädigungen zu vermeiden.

Schritt 7: Überprüfung und Feinabstimmung

Werkzeuge: Wasserwaage, Messwerkzeuge

Überprüfen Sie nach dem Trocknen des Bodens erneut die Ebenheit und Ausrichtung.

Falls erforderlich, können Sie weitere Schichten Ausgleichsmasse oder Spachtel auftragen, um kleinere Unebenheiten auszugleichen.

Schritt 8: Abschlussarbeiten

Nachdem der Boden vollständig ausgeglichen ist, können Sie den gewünschten Bodenbelag installieren, wie z. B. Fliesen, Laminat, Vinyl oder Teppich.

Fließestrich wird auf den Boden gegossen

Sonderfall: Boden ausgleichen für Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung ist nicht nur sehr gemütlich, sondern auch energiesparend, weil sie die Wärme nicht wie der Radiator nach vorne abstrahlt, sondern nach oben. Da warme Luft automatisch aufsteigt, ist es sehr schnell behaglich im Zimmer. Die Heizelemente sind im Boden verbaut, daher sollte man beim Ausgleichen des Bodens zusätzliche Überlegungen in Betracht ziehen, damit die Heizung effizient arbeitet und der Bodenbelag ordnungsgemäß installiert werden kann.

Besonderheiten beim Bodenausgleich für Fußbodenheizungen:

  1. Wärmeleitung: Ein gleichmäßig ausgeglichener Boden ist wichtig, damit die Wärme gleichmäßig über die Fußbodenheizung verteilt wird. Unebenheiten im Boden können zu Hotspots oder Kältezonen führen, was die Effizienz der Fußbodenheizung beeinträchtigen kann.
  2. Wärmedämmung: Einige Ausgleichsmassen oder Spachtelmassen bieten auch eine gewisse Wärmedämmung. Dies kann dazu beitragen, den Wärmeverlust nach unten zu reduzieren und die Effizienz der Fußbodenheizung zu verbessern.
  3. Materialverträglichkeit: Stellen Sie sicher, dass die Materialien, die Sie für den Bodenausgleich verwenden, mit der Fußbodenheizung kompatibel sind. Einige Ausgleichsmassen oder Spachtelmassen können Wärme schlechter leiten oder sich bei hohen Temperaturen verformen.
  4. Dicke des Bodenausgleichs: Die Dicke des Bodenausgleichs kann die Wärmeleitfähigkeit der Fußbodenheizung beeinflussen. Zu dicke Schichten können die Wärmeübertragung beeinträchtigen, während zu dünne Schichten möglicherweise nicht ausreichend sind, um Unebenheiten auszugleichen.
  5. Trocknungszeit: Berücksichtigen Sie die Trocknungszeit der verwendeten Materialien. Während der Trocknungszeit der Ausgleichsmasse oder Spachtelmasse sollte die Fußbodenheizung nicht betrieben werden, um Schäden oder Verformungen zu vermeiden.

Als Fußbodenbelag für Fußbodenheizungen sollten Sie wärmeleitende Materialien wie Keramik, Stein oder Holz verwenden. Vinyl oder Teppichboden würden die Heizung abwürgen.

Norax GmbH
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